2. Tag Die ersten Kilometer in England nach Lanark

#1 von Bernd44 , 03.06.2014 08:16

02.06.2014, Montag / Newport nach Lanark

England, Newcastel, sehen können wir es nicht, dichter Nebel versperrt uns die Sicht, aber erst einmal gibt es Frühstück an Bord. Das Buffet war in unserem Reisepreis inclusive und wir nutzen die Möglichkeiten des Buffet voll aus! ;-) Nach dem Frühstück gehen wir nochmals an Deck und nun ist freie Sicht auf Newcastle und sogar ein paar blaue Flecken sind am Himmel auszumachen.

Dann geht es in die Fahrzeugdecks Die Regenkleidung bleibt im Koffer!. Die Motorräder werden von den Spanngurten befreit und dann geht's los! Linksverkehr!

Gleich zu Beginn sind, noch im Hafengebiet, gleich mal 4 Kreisverkehre hintereinander zum üben. Allerdings Fehler sollte man beim üben keine machen, die LKW's und Busse neben uns sind zu gefährlich!

Dann fahren wir entlang der Küstenstraße nach Norden bis nach Alnwick. Dort gibt es das berühmte Alnwick-Castel, wohl besser bekannt unter seinem Filmnamen "Hogwards". Viele Außenaufnahmen von der Zaubererschule wurden hier gedreht. Wir machen eine Bilderserie mit Stativ und Fernauslöser, genau vor dem Haupttor! Als dann irgendwann ein "Wachposten" kommt befürchte ich schon Ärger, weil wir ja mit unseren Motorrädern vor dem großen Tor allen anderen die "Sicht versperren". Aber ganz im Gegenteil, er erklärt mir wie wir noch viel schönere Fotos unten vom Fluss machen können. Freundlich sind sie ja die Schotten. Erst vorhin, in einem Geschäft, spricht uns eine Verkäuferin auf unsere Motorräder an und erklärt uns, dass sie gerade mit ihrem Mann mit einer R1200GS in Deutschland unterwegs war! Wenn wir noch eine Mitfahrerin bräuchten, gernen würde sie mit uns mitkommen!

Nachdem wir das Alnwick-Castel dann auch vom Fluss aus fotografiert haben, geht es langsam ins Landesinnere und kurz bevor wir die Grenze zu Schottland passieren stellt sich auch das Wetter auf "Schottland" um, es regnet. An der Grenze gibt es eine kurze Pause im Regen und wir fotografieren natürlich den Grenzstein mit der Aufschrift "Scotland" mit den Motorrädern im Vordergrund! Auf dem Weg nachn Jedburgh hört es aber schnell wieder auf zu regen. Wir sitzen dort in der Sonne vor einem Fish&Chips -Laden und bestellen uns natürlich auch die Spezialität des Hauses, Fish&Chips. ...keine Offenbarung, aber das haben wir ja auch nicht erwartet. Satt macht es trotzdem und so fahren wir weiter nach Westen wo die Straßen immer kleiner werden. Irgendwann fahren wir über ein Viehgitter in der Straße und schon sind wir umgeben von Schafen und Kühen.

Die Schafe mit ihren jungen Lämmern springen immer schnell an die Seite, anders die Kühe. Zwei Muttertiere haben wohl Angst um ihren Nachwuchs, der erst ein paar Stunden alt sein kann. Sie wollen gerade umdrehen und auf uns losgehen, da treibt der Landwirt die Tiere mit seinem Quad auf die Wiese. Keine Ahnung, was passiert wäre, wenn hier niemand eingegriffen hätte. Der Landwirt gibt uns danach zu verstehen, dass wir einfach die -auf der Straße stehenden- Tiere vor uns her treiben sollen, sie würden dann selbst nach links auf den Hof abbiegen. Gesagt getan, die Tiere traben vor uns her! Schon oft hat man mich Kuh-Treiber genannt, in Anlehnung an den Begriff für die alten BMW's "Gummikuh", das ich aber mit dem Motorrad wirklich mal Kühe vor mir hertreibe, daran habe ich noch nie gedacht!

Andreas und ich genießen den Tag, der nun wieder sehr freundlich daher kommt. Bei einem kleinen Abstecher in ein Seitental, das wirklich sehr schön ist, lernen wir erst die Sprungkraft unserer Maschinen -an einer sehr steilen Brücke- kennen und danach, beim Kaffee, lernen wir noch Tina und Alan kennen. Sie betreiben einen kleinen Campingplatz mit 7 großen Mobilheimen und mehreren festen Wohnwagen. Den "Angecroft Park" im Ettrick-Valley. Hier bekommen wir einen frischen Kaffee und als kostenlose Beigabe jeweils ein Stück Kuchen zum Kaffee. Es ist ein Rest des Kuchenbuffets von der Hochzeit der Tocher der Beiden. Im Gespräch stellt sich schnell heraus, sie ist in Berlin geboren, ist aber mit 5 Monaten "zurück"nach Schottland. Ihre Schwester lebt in Krefeld! Er würde so gerne mit uns mitfahren und auf meine Einladung hin darf er auch einmal auf meinem Motorrad Probe sitzen. "Very comfortible" fällt ihm auf, das finde ich übrigens auch!

Weiter fahren wie erst noch über Singel-Treck-Roads dann über kleine Landstraßen nach Lanark. Kurz vor unserem heutigen Tagesziel erwischt uns noch einmal eine Regenwolke. Das stört uns aber alles nicht, wissen wir doch, dasss heute Nacht ein warmes komfortables Zimmer auf uns wartet. Als wir dann am Hotel ankommen, wird uns schnell klar, ein Bikerhotel ist das hier nicht. unser Zimmer ist riesig, hat 3 Betten und alles wirkt sehr luxuriös! Wir schauen kurz im Hoteleigenen Restaurant herein um dieses fluchtartig wieder zu verlassen. Nicht unsere Welt.... Schon die elegante Tischdekoration, die Milchglasscheiben zwischen den Tischen ,.... Nein, alles nicht unsere Welt.

Daraufhin fahren wir in die 2km entfernte Stadt und essen dort zünftige "Fast-Food" und besichtigen den Ort dabei auch noch.

Es ist wieder spät geworden und so liegen wir gegen Mitternacht im Hotelbett und wärend Andreas schon schläft, tippe ich diese Zeilen.

Fazit des Tages: Schottland ohne Wolken und einen kurzen Regenschauer, ist nicht Schottland!

Bernd44  
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3. Tag von Lanark entlang der Atlantikküste und durchs Innland zurück!
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