Der 9.Tag, viel Islandwetter ;-) und Glück am Abend!

#1 von Bernd44 , 24.09.2017 01:27

Gestern Abend haben wir es dann endlich geschafft, eigene Fotos von den Nordlichtern zu machen! In unserem Tal in dem wir wohnen, gibt das prima Kontraste zu den Bergkuppen rund herum!!!
So langsam bekomme ich Spaß daran!!!

Auch gestern Abend hat sich Ivan, der russische Motorradfahrer, den wir auf der Fähre kennen gelernt haben, bei uns gemeldet! Er ist fast halb herum und wir hatten vereinbart, dass wir uns, wenn eben möglich nochmals treffen wollen! Morgen probieren wir es.
Jedoch haben wir , wie jeden Tag, ein strammes Programm geplant und wir verabreden, dass wir es einfach versuchen!


Zu heute erstmal was positives: die Wettervorhersage stimmte perfekt! Es wurde Starkwind, Dauerregen und Temperaturen nicht über 6 Grad vorhergesagt und so kam es auch!
Wir frühstücken und dann geht's los! Auf in den Norden! Das Wetter gibt alles: Starkwind der uns fast von der Straße fegt, Dauerregen und kalt. Wir melden uns bei Ivan, der braucht aber noch zwei Stunden bis zu unserer Position, daher beschließen wir, schweren Herzens, auf ein erneutes Treffen zu verzichten. Falls Du hier noch mitließt, wir wünschen Dir für Deine Reise alles gute und viel Spaß bei den Übersetzungen durch Google! 😀
Wir genießen die Landschaft trotzdem und in einer Regenpause fotografieren wir sogar noch einen tollen Wasserfall in einem Seitental.
Bevor wir uns ganz in den Norden aufmachen müssen wir noch einmal tanken. Da oben gibt es keine Tankstelle und zum Hotel sind es 100km, die wir ja auch wieder zurück müssen.
Tankstellen, oder besser Versorgungszentren haben hier gleich mehrere Funktionen! Tankstelle, Supermarkt, Café und öffentliche Toilette. Genau in der Reihenfolge nutzen wir alles. Der Sky, den wir im Supermarkt gekauft haben, essen wir gleich im Kaffee nebenan. Den Kaffee dort bezahlt man auch an der Supermarktkasse. Ein Einmannbetrieb (Frau!) Da hier aber nicht ständig Leute einkaufen, hat die Dame noch zwischendurch Zeit, Regale einzuräumen. Alles in isländischer Gelassenheit. Überhaupt hat es in Island keiner eilig oder ist hektisch. Wie beobachten das Treiben hier im Laden eine ganze Weile und trinken unseren Kaffee.


Dann fahren wir an die Ostküste der Westfjorde! Da wir Ostwind haben: ideal!!! Sonst würden wir wahrscheinlich eine Windböe verpassen.. wir segeln mehr und fahren mit Schräglage, auch auf der Geraden!!!
Wir sind jedoch immer noch schneller unterwegs, als das hier vor uns fahrende Auto. Irgendwann merkt der Fahrer tatsächlich, dass er den ganzen Schlamm aufwirbelt und unsere Motorräder nebst Fahrer langsam die Farbe der Straße annehmen und er lässt uns vorbei. Überholen geht hier nicht, erstens wegen der Straßenbreite und zweitens brauchen wir wegen des Wetters fast die ganze Breite für uns!! Auch mein TomTom sagte uns an der Tankstelle schon, dass wir für die vor uns liegenden 100km ungefähr 3,5 Stunden bräuchten. Es waren nur 2,5h, aber wir waren ja auch zügig daran interessiert ins warme zu kommen.

Ich könnte es allerdings nicht abwarten, bis wir am Hotel angekommen sind und bremse, als rechts von der Straße, zum Meer hin, drei Hotspots / kleine blaue Pools, auftauchen!
Gegenüber, 80m die Straße hoch steht ein kleines Häuschen zum Umziehen! Ich zögere nicht lange, hole Badehose und Handtuch aus dem Koffer und verschwinde in der Umkleide. Meine Sachen lasse ich einfach in dem Einraum-Häuschen am Wandhaken hängen. Hier kommt so schnell keiner vorbei! Dann barfuß über die Straße zurück in den heißen Pool! Herrlich warm. Ich merke wir mir die Wärme gut tut. Wir wollen aber weiter und so währt das Vergnügen nur kurz und ich habe wieder meine Motorradsachen an und es geht weiter.
Immer schlechter wird die Straße! Steil fällt das Gelände zum Meer hin ab. Es gibt keine Leitplanken oder ähnliches, die Straße ist nass und rutschig es ist windig...... Dann geht's über einen kleinen Pass, der uns durch die tiefhängenden Wolken leitet, in den nächsten Fjord. Hier erhalten wir u der Hotel. Vorher geht es an dem .berühmten Schiffswrack orbei und über das Gelände der alten Fischfabrik.
Dreckig und nass stehen wir in unseren Regensachen an der Rezeption. Das stört hier niemanden. Als wir die Sachen vom Motorrad im Hotel haben, bietet uns der Hotelier an, die Sachen zum trocknen in den Keller zu hängen. Das macht er für uns. Es wird uns kostenlos Tee und Kaffee angeboten und gleich sieht die Welt wieder besser aus. Ein gutes Zimmer, leider nur mit Bergblick und nicht mit Meerblick, wir uns zugeteilt.
Als der Regen dann aufhört gehen wir ein wenig die Gegend erkunden.
Wir schauen nicht schlecht, als die Tür der alten Fischfabrik nebenan offen steht. Innen ist eine Bildergalerie installiert. Wir erkunden das Gebäude und machen viele Fotos.
Anschließend geht es zu dem Schiffswrack hier am Strand. Ein altes Stahlschiff, das so h langsam aber sicher hier selbst zerlegt. Fotos werden natürlich auch hiervon gemacht. Wir lernen ein britisches Paar kennen und lassen uns zusammen vor dem Wrack ablichten.
Dann merken wir, dass wir Hunger haben. Die Küche im Hotel wird überall angepriesen und mangels Alternative setzen wir uns dort ins Restaurant. Wir bereuen diese Entscheidung nicht. Es gibt wirklich leckeres Essen hier.

Dann schnappen wir uns unsere Kameras und gehen noch einmal auf die Jagd nach Polarlichtern!
Erst sind wir enttäuscht, dann beginnt das Leuchten am Himmel, wie schon gestern und Vorgestern!!!!
Selbst mit meinem Handy schaffe ich es, dieses festzuhalten! Tolle Bilder entstehen.... Trotzdem sehe ich lieber zum Himmel, als durch den Kamerasucher!
Glücklich gehen wir gegen 23:00Uhr aufs Zimmer! Hier schreibe ich noch diese Zeilen und werde nun langsam müde.
Gute Nacht!


.... überhaupt bitte ich euch, die Tippfehler und Formulierungsfehler zu entschuldigen. Ich tippe das taglich alles Abends, nach einem anstrengenden Tag!

Bernd44  
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Der 10.Tag, Fjorde, hohe Berge, Gletscher und mehr
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