08.09.2016 "Ring of Kerry" von und nach Killorgin

#1 von Bernd44 , 08.09.2016 23:27

Wir wachen bei strahlend blauem Himmel auf und auch beim wirklich guten Frühstück kommen die ersten Wolken auf. Das Wetter ist auch mittlerweile bei uns Hauptthema! Wir „spielen“ die einzelnen Wetterdienste gegeneinander aus und beschließen, dass es heute weniger regnen wird.
Holger und Gabi bleiben heute am Hotel, dass wir für so einen Pausentag extra für drei Übernachtungen gebucht haben. Sowohl Gabi wie auch Holger haben in der letzten Woche ungefähr ihre bisherige Jahresfahrleistung mit dem Motorrad absolviert. Das war ein starkes Stück Arbeit, finde ich, und sie haben sich beide ihre Pause verdient.
Wir starten also zu sechst und fahren nach 4 Kilometern Hauptstraße in den Gap of Ballaghbeama , einer kleinen Taldurchfahrt mit Pass-Charakter. Wir fahren diese kleine Straße, die sogar einen markierten Scheitelpunkt hat und staunen nicht schlecht über die Vielfalt der Natur rechts und links der Straße.
Auch hier laufen viele freie Schafe auf der Straße herum. Die Felsen sind hier alle mit Moos bewachsen und wieder gibt es eine unzählige Anzahl an Grüntönen. Wirklich alles sehr typisch für Irland. Beim Fotostop kommt auch der letzte noch fehlende Faktor für typische Irlandbilder hinzu: Regen und tiefhängene Wolken. Also wieder ein Regentag. Wir tragen es erst einmal mit Fassung und fahren weiter. Vorbei an Blackwater kommen wir zur Atlantikküste und folgen nun dem Ufer des Kenmar Bay. Eine tolle Küstenstraße die zum Ring of Kerry gehört. Diese wohl am besten vermarktete Straße in Irland wird von so vielen Reisebussen genutzt, die allerdings nicht mit einer -schmalen- Fahrspur auskommt. Daher fahren die Busse -wohl alle in Absprache- im Uhrzeigersinn! Wir fahren anders herum -also entgegen dem Uhrzeigersinn- und so haben wir höchstens mal ein Bus der uns einen Teil der Fahrspur blockiert, aber wir „hängen“ nicht hinter einem Bus fest. Nachdem der Regen immer fester wird, es schütte mittlerweile kräftig. In Parknasilla flüchten wir vor dem Regen in ein Pub und trinken erst einmal Warmgetränke. Ich ziehe nun den Regenkombi an, weil meine frisch imprägniert Jacke sicher nicht mehr lang dem Regen trotzen kann. Weiter geht es vorbei an tollen Stränden und Buchten. Allerdings wissen wir das nur von den Hinweisschildern am Straßenrand. Bei diesem starken Regen hat keiner von uns Lust anzuhalten oder gar vom Motorrad abzusteigen. Selbst meine Spiegelreflexkamera ist mittlerweile nass..... Einige Fotos hab ich ja heute wenigstens machen wollen.
In Waterville, am westlichsten Punkt des Ring of Kerry, machen wir noch eine kurze Pause . Hier stehen die ganze Busse. Einer hinter dem anderen auf beiden Seiten der Straße und wirklich alle in einer Fahrtrichtung..... im Uhrzeigersinn!

Wir fahren nun „schnellste“ Strecke zurück zum Hotel. Zwischendurch klart es allerdings doch mal kurz auf und wir halten an einem Aussichtspunkt mit einem gigantischem Blick bis hinüber an das Südufer der Dingl-Halbinsel und machen ein paar Bilder.
Dabei überlegen wir, was wir heute Nachmittag machen sollen, es ist nämlich erst 14:00Uhr! Kurzerhand beschließen wir noch was zu naschen einkaufen zu gehen und dann ein wenig im Hotel abzuhängen. Im Aldi, keine 700m vom Hotel entfernt, „shoppen“ wir nun heimische Spezialitäten wie Weingummi, Schokolade, Guinnesdosen und was man halt für einen perfekten Urlaubstag sonst noch so braucht.... :-(
Als wir aus der Aldi-Tiefgarage kommen regnet es nicht mehr und Alf und ich beschließen kurzenttschlossen noch einmal zu dem nur 6km entfernten Strand zu fahren. Kaum das wir in den Abzweig zum Strand abgebogen sind fänt es wieder heftig an zu regnen. Nur kurz zwei Handybilder gemacht und dann unter das schützende Dach im Hotel.
Hier vergammeln wir den Nachmittag und wie zum Hohn kann ich vom Hotelbett aus nun blauen Himmel sehen..... unvorstellbar!!!
Abends bestellen wir uns Pizza, da keiner mehr Lust hat das Haus zu verlassen und wir halten uns gegenseitig bei Laune.
Ach ja, heute hab ich bei der Abfahrt vom Hotel meinen Motor in Kurvenlage abgewürgt und dabei fast mein Motorrad abgelegt. Ich konnte es aber mit einem geschickten Schwung abfangen. Gabi, die ja heute einen Pausentag eingelegt hat, hat die Situation sogar noch auf Video, da sie uns bei der Abfahrt gefilmt hat. Dafür habe ich dann im Gap mein Motorrad ohne eingelegten Gang auf den Seitenständer geparkt und kurz danach ist die Maschine dann dort, in die Wiese, umgekippt..... Sonja, die hinter mir parkte, hat natürlich schnell reagiert: Sie hat ihr GoPro eingeschaltet, wie wir das Motorrad aufheben! Danke Sonja! :-P Hab ich schon gesagt, dass wir eine tolle Truppe sind? :-D


Bernd44  
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