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Dienstag, 16. 04.29, Fahrt nach Tbilisi

von Bernd44 , 16.04.2019 23:09

Nach einer ruhigen Nacht geht es ins Bad....
Duschen ist ein Erlebnis. In den kurzen Phasen zwischen eiskalt und brüten heiß kann man sich sogar unter den Wasserstrahl stellen.
Aber für 12€ incl. Frühstück für das Zimmer pro Nacht, würde ich das mal als "angemessen" bezeichnen.
Eben dieses Frühstück nehmen wir nun zu uns und dann holen wir unseren Mietwagen mit dem wir heute nach Tiflis fahren wollen, wo wir später unsere Motorräder übernehmen werden.

Ein kleiner Suzuki "Reno" war bestellt und "leider" gab es damit in dieser Woche einen Unfall. Nun müssen wir halt mit einem größeren SUV fahren. Eigentlich gar nicht mein Ding, aber wir probieren es mal aus.

Schnell ist unser Gepäck eingeladen und dann geht es los.
Wir kontrollieren an der kleinen Garagenwerkstatt um die Ecke noch schnell den Reifen Druck, der hinten tatsächlich anstatt 2,3bar nur 1,3 bar beträgt. "Ganz nebenbei", werden wir dadurch Augenzeugen einer handfesten Prügelei zweier Männer, wahrscheinlich um die 50 Jahre alt.


Wir fahren nicht die Hauptroute nach Tiflis sondern ziehen einen nördlichen Bogen durch die kleinen Dörfer dort.
Der erste Stop ist an dem alten Kloster "Gelati".

Hier steht eine ältere Dame unten an der steilen Steintreppe und bittet uns ihr die Treppe hinauf zu helfen. Und wenn ich ältere Dame sage, dann meine ich das auch: Wie sie uns oben erzählt ist sie 91 Jahre alt! Sie kommt aus Mittelenglang und bereist Georgien.

Wir besichtigen das Kloster und die darum angeordneten Gebäude. Das alte Haupttor, dass fast weggerostet ist genauso wie das neu eingedeckte Dach. Es sind grün glasiert Dachpfannen eingebaut worden. Nun beginnt die Restauration der Fassade. Dafür ist diese schon komplett eingerüstet.

An den noch nicht belegten Souvenirständen vor dem Parkplatz erkennen wir, was hier oben wohl im Sommer los sein muß.

Bei der Weiterfahrt durch die Bergdörfer gibt es keine Anzeichen für Tourismus. Bis auf die Satellitenschüsseln glaubt man, dass hier alles noch so aussieht wie vor 50 Jahren!! Die Zeit ist hier oben stehen geblieben.
Einmal überholen wir einen Zug.... Besser gesagt, zwei Loks die einen Personenwagon ziehen. Am nächsten Bahnhof beschließen wir auf diesen zu warten um ein paar Fotos zu machen. Hier läuft eine ganze Schweinefamilie auf den Gleisen. Gefundenes Fressen für unsere Linsen.
Auch die Vorbeifahrt des Zuges, im  Schritttempo, ist nun fotografiert.

Immer wieder müssen auch wir langsam fahren, da am Straßenrand Tiere stehen und diese sich auch auf der Fahrbahn wohl fühlen. Hunde, Katzen, Kühe, Schweine und auch Esel und Schafe gehören dazu.

Es folgt nun ein Fluss, den wir an der einzigen Brücke queren wollen. Als wir schon gut 30km unbefestigte Straße bis hierher gefahren sind, müssen wir feststellen, dass die Brücke wegen Baufälligkeit gesperrt ist. Es sind einfach auf beiden Seiten der Brücke große Schotter Berge abgekippt worden. Bei der Begehung der Brücke wird schnell klar, daß Holz ist morsch und diese Brückensperrung ist sinnvoll, da die Balken sicher keinen PKW tragen können.

Also müssen wir einen Umweg in Kauf nehmen. Es geht über seeehr schlechte Schotterpisten mit großen Schlaglöchern nur langsam voran. Irgendwann erreichen wir aber die geteerte Hauptstraße wieder und es geht dann zügig weiter Richtung Osten... Immer Bergan. Mittlerweile sind wir auf ungefähr 700m üNN.
In einer Stadt machen wir eine Pause und finden uns bald in einer Markthalle wieder. Hier gibt es alles, vom Gewürz über Obst bis hin zum Handy wird man hier fündig.
Wir trinken einen Kaffee und weiter geht die Fahrt. Nicht jedoch ohne dass wir Obst, Nüsse und Süßes für uns gekauft. Ich finde hier keine Touristen! Uns umgeben nur Georgier! Alles sollen wir probieren, wenn wir nicht wissen was es ist.
Auch heute lernen wir die Georgier uns gegenüber als "Sehr freundlich und hilfsbereit" kennen.

Weiter geht es nach Gory, zu der dortigen Höhlendtädt Uplistsikhe. Wir erklimmen dort den Berg in den vor langer Zeit Wohnungen und sogar ein Kloster mit Kirche eingegraben wurde.
Der hier vorhandene weiche Sandstein machte dieses nur möglich.
Es gibt viel zu klettern und durch "Höhlenfenstern" zu schauen.
Auch der tolle Rundumblick entschädigt uns für die Kletterei.

Nun ist es aber Mittlerweile schon spät am Tag geworden, immerhin fast 18:00 Uhr.
Da es bald dunkel wird, fahren wir, nach ausgiebiger Besichtigung der Höhlen und dem dazugehörigen Klosters, weiter Richtung Tbilisi. Um fast 20:00Uhr erreichen wir unser, direkt in der Stadt liegendes Hostel.
Die Haustür ist alt und zerfallen und der dahinter liegende Hausflur lässt böses erwarten.
Als sich jedoch die Tür zu dem eigentlichen Hotels aufgemacht wird finden wir eine umgebaute und renovierte Wohnung vor. Unser Hostel mit 4 Zimmern. Diese sind gut ausgestattet und wir gehen zeitnah Richtung Innenstadt wo wir am Flussufer ein kleines Restaurant entdecken. Hier sitzen und essen wir gut und danach geht es für uns drei ins Bett..
Ein spannender Tag neigt sich dem Ende zu.

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